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zurück 28.04.2021

Swissfillon: Feuertaufe in der Coronakrise

Die Coronakrise hatte nicht nur starke Auswirkungen auf die Gesellschaft, sondern auch auf die Pharmaindustrie. Diese hat sich durch den Druck, einen COVID-19-Impfstoff zu entwickeln und Millionen Dosen in Rekordzeit zu liefern, verändert. Swissfillon, ein junges und wachsendes Unternehmen mit Sitz im BioArk Visp, das auf die Abfüllung von komplexen und hochwertigen Arzneimitteln spezialisiert ist, musste sich diesen Turbulenzen stellen. 

Laut Carole Delaunay, zuständig für die Geschäftsentwicklung bei Swissfillon, birgt die Auslagerung der Herstellung von therapeutischen Produkten ins Ausland Risiken. Aus diesem Grund hat das Unternehmen Gespräche mit der Schweizer Regierung aufgenommen, um die Möglichkeit zu prüfen, die Produktion sowie die «Fill and Finish»-Aktivitäten in Visp anzusiedeln. «Kleinere CMOs (Contract Manufacturing Organizations) wie Swissfillon erhalten dadurch mehr Möglichkeiten, ihre Dienstleistungen jedem anzubieten, der sie braucht.»  


Grossvolumige Produktion
Die Swissfillon AG, die aktuell rund 50 Mitarbeitende zählt, will ein Dienstleister für den gesamten Lebenszyklus der Projekte seiner Kunden werden, vom Beginn ihres Vorhabens bis zur kommerziellen Produktion. Laut Daniel Kehl, dem Gründer und CEO von Swissfillon, müssen Unternehmen, die COVID-Impfstoffe entwickeln, Hunderte von Millionen Dosen produzieren. Swissfillon ist aus Kapazitätsgründen, aber nicht aus technischer Sicht derzeit zu klein, um diese Mengen zu liefern.

Die Strategie des Unternehmens ist daher klar: Gestartet wurde mit einer hochflexiblen, vollautomatischen Abfüll- und Veredelungslinie, die kleine bis mittlere Stückzahlen liefert. Im vergangenen Jahr wurde dann ein Investitionsprogramm gestartet, das den Bau einer neuen Linie zur Produktion grösserer kommerzieller Mengen ermöglichen soll. Kehl sagt, dass die technischen Arbeiten noch in diesem Jahr beginnen werden. Er hofft, die Anlage bis Mitte 2024 für die grossvolumige Impfstoffproduktion in Betrieb nehmen zu können. 


Vorteile von Swissfillon weiter optimieren
Laut Kehl haben Hersteller von Arzneistoffen immer noch den Eindruck, dass «Fill and Finish» einfach und unkompliziert ist. «Swissfillon ist wahrscheinlich das agilste Unternehmen der Welt in diesem Bereich.» Es hat die Fähigkeit, von einem Produkt an einem Tag auf ein anderes am nächsten Tag zu wechseln. Das Unternehmen hat bewusst alles, was mit dem Medikament in direkten Kontakt kommt, mit Einwegkomponenten gestaltet, um Schnelligkeit und Agilität zu gewährleisten.

Während der Pandemie kam es bei Swissfillon jedoch zu Verzögerungen bei der Lieferung einiger Einwegkomponenten, wodurch dieser Vorteil verloren ging. «Die Durchlaufzeiten stiegen von 12 auf etwa 50 Wochen. In der Vergangenheit dauerte es mindestens acht Monate, bis ein Produkt auf die Abfüllanlage kam, aber jetzt hat sich diese Zeit verlängert.» Dennoch ist das Unternehmen bestrebt, den Bedarf an Rohstoffen für Primärkomponenten genau einzuschätzen und dabei seine Strategie der maximalen Agilität beizubehalten.  


Betrachtung des Lebenszyklus
«Sie können ein grossartiges Molekül haben, aber Sie müssen in der Lage sein, es in der richtigen Form zu verkaufen. Sie müssen also jemanden finden, der den Wirkstoff herstellt, die Arzneimittelsubstanz formuliert und in einem geeigneten Behältnis liefert. Die Betrachtung des Lebenszyklus ist der Schlüssel zum Erfolg», bemerkt Kehl abschliessend. Mehr über das Unternehmen Swissfillon können Sie in diesem Video erfahren.


Quelle: Manufacturing Chemist, Artikel von Kevin Robinson 

 

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